Studieren im Ausland

Studierenden der Theologie kann ein Wechsel des Studienortes nur empfohlen werden. Das eigene theologische Denken wird durch neue Perspektiven angeregt, vertraute Sichtweisen in Frage gestellt. Dies gilt umso mehr, wenn am neuen Studienort auch ein neues kulturelles Umfeld erlebt wird, besonders im Ausland. Ein solcher Wechsel wird durch das europäische Erasmus-Programm leicht gemacht.

Es ist so aufgebaut, dass die einzelnen Fakultäten feste Verträge mit Partnerfakultäten im Ausland haben, so dass jeweils Austauschplätze gesichert sind. Sprachkurse für die jeweilige Landessprache werden ebenfalls vermittelt. Gegenwärtig hat unsere Theologische Fakultät Erasmus-Beziehungen nach Riga, Tartu, Oslo, Wien, Malta, Lund und Helsinki, so dass ein breites Spektrum unterschiedlicher theologischer Ausrichtungen angeboten wird. Überdies können relativ leicht neue Kontakte hergestellt werden, so dass studentische Vorschläge für künftige Abkommen sehr willkommen sind!

Die im Rahmen von Erasmus im Ausland absolvierten Studienleistungen werden in Rostock anerkannt.

Ein Erasmus-Auslandsaufenthalt ist ab dem 3. Studiensemester möglich, er kann 1 oder 2 Semester dauern. Erfahrungsgemäß ist der längere Aufenthalt wegen der Sprachkenntnisse sinnvoller. Im Rahmen von Erasmus werden keine Studiengebühren erhoben. Grundkenntnisse der Sprache des Gastlandes werden vorausgesetzt.

Sollte Interesse an einem Auslandsstudium in einem anderen Land bestehen, sind in vielen Fällen Förderungen durch den DAAD oder in manchen Fällen auch durch kirchliche Stellen möglich. Bei Recherche und Vermittlung hilft die Auslandsbeauftragte oder das Akademische Auslandsamt.

Wie die verschiedenen Berichte von Studierenden in früheren Ausgaben von „Fakultativ“ zeigen, erweitert ein Studium im Ausland den Horizont und bereichert über das eigentliche Studium hinaus. „Erasmus“ gilt als eines der gelungensten Programme der EU überhaupt. So werden die Karrierechancen der geförderten Studierenden signifikant verbessert; es gibt Untersuchungen, wonach durch einen Auslandsaufenthalt die sogenannten Querschnittskompetenzen wie Aufgeschlossenheit, Problemlösungsfähigkeit, Toleranz und Selbstvertrauen gefördert werden.