THF 20.06.2026:
Die Theologische Fakultät der Universität Rostock hat ihr Institut für Bildforschung feierlich wiedereröffnet. Die Theologische Fakultät der Universität Rostock hat ihr Institut für Bildforschung feierlich wiedereröffnet. Nach einer rund fünfjährigen Unterbrechung nimmt das Institut seine Arbeit wieder auf. Es knüpft dabei an frühere Forschungsschwerpunkte an und soll künftig als interdisziplinäre Plattform für die Bildforschung dienen. Damit stärkt die Fakultät einen Forschungsbereich, der an den Schnittstellen von Theologie, Kultur und Gesellschaft angesiedelt ist.
Die Eröffnung erfolgte im Rahmen der Tagung „Letzte Bilder: Iconic Turn in den christlichen Konfessionen“, die am 19. und 20. Juni Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen in Rostock zusammenführte. Die Veranstaltung war zugleich die siebte Zusammenkunft des überkonfessionellen Netzwerks „Iconic Turn“, das der Fakultät zur Wiedereröffnung des Instituts gratulierte.
Für die Theologische Fakultät stellt das Institut einen wichtigen Baustein ihres kulturhermeneutischen Profils dar. Die Erforschung von Bildern gewinnt angesichts digitaler Medien, gesellschaftlicher Debatten und religiöser Kommunikationsformen zunehmend an Bedeutung. Dabei reicht das Spektrum der Bildforschung heute weit über klassische Fragen nach dem Bildbegriff und seiner Hermeneutik hinaus.
Warum Bildforschung heute ein zentrales Forschungsfeld ist, erläutert die Dekanin der Theologischen Fakultät, Prof. Dr. Ulrike Schröder: „Bilder sind nicht nur Spiegel gesellschaftlicher Wirklichkeit, sondern gestalten diese aktiv mit.“ Gerade deshalb brauche es Orte wissenschaftlicher Reflexion, an denen die Wirkung, Bedeutung und Deutung von Bildern fachübergreifend untersucht werden.
Initiator der Wiedereröffnung und der begleitenden Tagung ist Prof. Dr. Stefan Dienstbeck aus der Systematischen Theologie. Er beschreibt das Institut als ein „dialogisches Zugehen auf verschiedene Disziplinen und die Stadtöffentlichkeit“ und betont damit dessen Brückenfunktion zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.
Die Tagung verdeutlichte zugleich die Breite aktueller Bildforschung. Beiträge aus Theologie, Philosophie, Soziologie und Gräzistik diskutierten die Bedeutung von Bildern für religiöse, kulturelle und gesellschaftliche Deutungsprozesse. Die interdisziplinäre Ausrichtung der Veranstaltung spiegelt damit zugleich den Anspruch wider, dem sich auch das Institut für Bildforschung verpflichtet weiß.
Mit seiner Wiedereröffnung schafft die Theologische Fakultät neue Möglichkeiten für Forschung, Lehre und wissenschaftliche Vernetzung. Zugleich unterstreicht sie ihren Anspruch, zentrale Fragen kultureller Sinnbildung im Dialog mit anderen Disziplinen und der Öffentlichkeit zu bearbeiten. Die Bildforschung erhält damit an der Universität Rostock erneut einen institutionellen Rahmen, in dem interdisziplinäre Forschung, wissenschaftlicher Austausch und öffentliche Debatten miteinander verbunden werden.
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