Philipp Stoellger / Martina Kumlehn (Hg.): Bildmacht – Machtbild. Deutungsmacht des Bildes: Wie Bilder glauben machen

In den Wirkungen von Bildern zeigen sich Spuren ihrer Macht. Wie diese Bildmacht verstanden wird, ist jedoch in auffälliger Weise strittig. In einschlägigen Deutungskonflikten zwischen Bildmacht und Machtbild bleibt der Machtbegriff indes meist nur operativ und daher klärungsbedürftig. ‚Bild und Akt‘ zu verbinden oder ‚Bild und Sinn‘ hat bereits zu diversen Forschungen Anlass gegeben, um ‚Akt‘ und ‚Sinn‘ vom Bild ausgehend näher zu bestimmen. Entsprechend wird in den hier versammelten Beiträgen das Verhältnis von ‚Bild und Macht‘ vom Bild ausgehend erschlossen und weiter präzisiert. Denn, was mit Macht in dieser Wendung gemeint sein kann, und wie sie dem Bild und seinen Medienkörpern entsprechend zu verstehen sein könnte, ist eine offene Frage. Der Vorschlag dieses Bandes lautet, die Macht des Bildes als eine spezifische Form von Deutungsmacht zu verstehen. 

Philipp Stoellger / Martina Kumlehn (Hg.): Wortmacht – Machtwort. Deutungsmachtkonflikte in und um Religion

Kristian Fechtner, Jan Hermelink, Martina Kumlehn, Ulrike Wagner-Rau (Hrsg.): Praktische Theologie. Ein Lehrbuch

Was man in der Praktischen Theologie heute wissen sollte, stellt dieses Lehrbuch kompakt dar. Es begleitet das Studium und dient der Prüfungsvorbereitung zum Ersten und Zweiten Examen. Zugleich ist es geeignet für die Fortbildung von Pfarrerinnen und Pfarrern. Das Buch beginnt mit vier knappen Querschnittskapiteln zu den Voraussetzungen gegenwärtigen praktisch-theologischen Denkens. Im Anschluss werden die zentralen Felder christlicher Praxis problemorientiert entfaltet. Dabei liegt jeweils folgende Struktur zugrunde: Markierung aktueller Herausforderungen, Orientierung im Handlungsfeld, empirische Befunde, historisch-systematische Anschlussstellen, praktisch-theologische Grundbestimmungen, aktuelle Diskurse und Zukunftsfragen.

Thomas KLIE, Martina KUMLEHN, Ralph KUNZ (Hrsg.): Praktische Theologie der Bestattung
Bei der Bestattung kultivieren die christlichen Kirchen seit jeher ihren Umgang mit der Unumkehrbarkeit von Lebenswegen. In Wort und Ritus kommen Lebensdeutungen zur Darstellung, auf die es längst keine Deutungsmonopole mehr gibt. Die Bestattungskultur hat sich in vielfältiger Weise ausdifferenziert. Der unmittelbare Umgang mit dem toten Körper ist heute weitgehend der privaten Sphäre entzogen und wird an professionelle Instanzen delegiert. Der Markt und die gängigen kulturellen Umgangsformen bestimmen zunehmend die sepulkrale Ästhetik. Traditionelle Liturgien treffen auf spätmodernes Ritendesign, immer mehr finden sich auch Simulacren von Tod und Trauer im Internet. Die Beziehung zum Tod und zu seinen sozialen Folgen hat längst schon Anteil an der allgemeinen kulturellen Beschleunigung.
In dem vorliegenden Sammelband sollen diese Prozesse verstehend nachgezeichnet und praktisch-theologisch eingeordnet werden. Dies geschieht in interdisziplinär Weite und in Augenhöhe mit kulturwissenschaftlichen Erkenntnissen.
Berlin/München/Boston: de Gruyter 2015.

Michael COORS, Martina KUMLEHN (Hrsg.): Lebensqualität im Alter. Gerontologische und ethische Perspektiven auf Alter und Demenz
In den ethischen Diskursen über das gelingende Alter(n) rücken Fragen nach dem guten Leben und einer entsprechenden Lebensqualität ins Zentrum des Interesses. Die interdisziplinäre gerontologische Forschung untersucht, wie in gesellschaftlichen Kommunikationsprozessen sowohl breit akzeptierte als auch kontrovers diskutierte Leitbilder und Bewertungen des Lebens im Alter entstehen. Diese Vorstellungen von Lebensqualität im Alter haben jedoch auch Einfluss auf die Bearbeitung ethischer Konflikte in Medizin und Pflege. Deshalb bezieht dieser Band die gerontologischen und medizinethischen Fragestellungen aufeinander und vertieft diese Verschränkung exemplarisch am Beispiel des Umgangs mit Demenz.
Stuttgart: Kohlhammer 2014.

Bernhard DRESSLER, Thomas KLIE, Martina KUMLEHN, (Hrsg.):
Unterrichtsdramaturgien. Fallstudien zur Performanz religiöser Bildung

Beim Unterrichten kann man nicht nicht inszenieren. Das beginnt schon bei der Körperhaltung der Lehrperson und gilt für alle Prozesse bewusster und unbewusster Formgebung und Gestaltung. Lebendiger Unterricht ist auf performative Darstellung angewiesen. Die hier vorgelegten Fallanalysen basieren auf videographierten Stunden aus dem Religionsunterricht und dem Konfirmandenunterricht. Sie stellen erstmals ausführlich dar, wie Performanz als deskriptive Kategorie für die Analyse von Religionsunterricht eingesetzt werden kann. Die auf diese Weise herausgearbeiteten Spezifika werden daran anschließend in religionshermeneutischer, ästhetisch-gestalttheoretischer und kompetenzorientierter Perspektive  ausgewertet und so mit der aktuellen Debatte um den Performativen Religionunterricht verschränkt.
Stuttgart: Kohlhammer, 2012.

Martina KUMLEHN, Andreas KUBIK (Hrsg.):
Konstrukte gelingenden Alterns

Der Begriff des erfolgreichen, aktiven oder gelingenden Alterns spielt sowohl im wissenschaftlich-gerontologischen Diskurs als auch in den gesellschaftlichen Debatten eine zentrale Rolle. Die Leitbilder und Vorstellungen, die sich damit verbinden, sind jedoch sehr unterschiedlich. Wann und wie gelingt Altern? Um diese Frage zu beantworten, bedarf es der Reflexion auf das alternde Selbst und die Faktoren, die es in seinem Selbstgefühl und Selbstbewusstsein beeinflussen. Das Nachdenken über gelingendes Altern setzt einerseits Deutungsmuster und Sprachformen voraus, welche es überhaupt vorstellbar und kommunizierbar machen. Es verlangt aber andererseits auch die kritische Prüfung vorausgesetzter Ansprüche und Normen. In den Beiträgen dieses Bandes werden entsprechende Grundsatzüberlegungen entfaltet.
Stuttgart: Kohlhammer, 2012.

Martina KUMLEHN, Thomas KLIE (Hrsg.):
Protestantische Schulkulturen. Profilbildung an evangelischen Schulen

Evangelische Schulen sind zu einer festen Größe innerhalb des deutschen Schulsystems geworden. Nach einer sprunghaften Expansionsphase vor allem in Ostdeutschland stehen diese Schulen derzeit vor der Aufgabe einer intensivierten Selbstvergewisserung. Je länger je mehr müssen evangelische Schulen ihr besonderes Profil pädagogisch und theologisch ausweisen können. Die Qualifizierung von Lehrkräften ist in diesem Zusammenhang ebenso wichtig wie die Formulierung von Bildungsstandards, die Gestaltung des Schullebens und die Herausbildung einer kenntlichen und christlich angemessenen Schulkultur. Nur über eine umfassende Profilbildung können Schulen in evangelischer Trägerschaft als Form eigener Repräsentanz in Kirche und Gesellschaft begriffen werden. Der Band "Protestantische Schulkulturen" soll diesen Prozess unterstützen.
Stuttgart: Kohlhammer, 2011.

Thomas KLIE, Martina KUMLEHN, Ralph KUNZ, Thomas SCHLAG (Hrsg.):
Lebenswissenschaft Praktische Theologie? Praktische Theologie im Wissenschaftsdiskurs – Practical Theology in the Discourse of the Humanities (PThW Bd. 9)

Religion als kulturelles Deutungssystem ist ohne Bezug zum Phänomen „Leben“, das sich in unterschiedlichsten Lebensstilen artikuliert und darstellt, nicht denkbar. Dass Leben im Vollzug immer schon vorausgesetzt ist, drängt in religiöse Deutungen. Die brisante Dynamik der Entwicklungen auf den Gebieten der als ‛life-sciences’ apostrophierten Wissenschaften führt jedoch zu bedeutsamen Veränderungen in der kulturellen Wahrnehmung und Deutung des Lebens, die auch in theologischer Perspektive neue Interpretationsbemühungen fordern. Dieser Herausforderung stellt sich der vorliegende Band.
Berlin/New York: Walter de Gruyter, 2011.

Thomas KLIE, Martina KUMLEHN, Ralph KUNZ (Hrsg.):
Praktische Theologie des Alterns. Praktische Theologie im Wissenschaftsdiskurs – Practical Theology in the Discourse of the Humanities (PThW Bd. 4)

Der demographische Wandel und seine gesellschaftlichen Konsequenzen haben die gerontologische Forschung in den Fokus des gegenwärtigen interdisziplinären Wissenschaftsdiskurses gerückt. In der Praktischen Theologie spiegelt sich diese Entwicklung bisher vor allem in Überlegungen zur Seelsorge und zur Bildungsarbeit mit Seniorinnen und Senioren. Das Spannungsfeld von „Best Ager“ auf der einen und der wachsenden Zahl dementer Hochaltriger auf der anderen Seite beschäftigt beide Disziplinen.
Dieser Band überwindet diese Partikularität. In direkter Auseinandersetzung mit gerontologischen Grundsatzdiskursen werden zentrale Aspekte des Alterns wie z.B. Leiblichkeit, Weisheit, Erinnerung, Zeitwahrnehmung, Generation, Orte und Medienwirklichkeit reflektiert. Im Durchgang durch die einzelnen praktisch-theologischen Disziplinen werden Impulse für eine gesteigerte Deutungs- und Handlungskompetenz hinsichtlich der Wahrnehmung des Alterns entfaltet.
Berlin/New York: Walter de Gruyter, 2009.

Thomas KLIE, Martina KUMLEHN (Hrsg.):
Aging – Anti-Aging – Pro-Aging. Altersdiskurse in theologischer Deutung.

Altern ist nicht nur ein medizinischer und sozialer Vorgang – es verlangt ein hohes Maß an Deutungsarbeit. Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes zeigen, welche Impulse und Grundlagen das weite Spektrum theologischer Deutung – quer durch alle Teildisziplinen – für einen konstruktiven Umgang mit dem Alter und seinen Herausforderungen bietet. Sie gehen dabei folgenden Fragen nach: Welche religionsgerontologischen Probleme bestimmen theologisches Nachdenken über das Altern? Wie lässt sich Altern systematisch-theologisch deuten? Welche Impulse bieten die großen biblischen Erzählungen zur Wahrnehmung des Alters? Wie lassen sich religions- und kulturhermeneutische Erkenntnisse zum Altern praktisch-theologisch fruchtbar machen? Wie kann die Diakonie auf differenzierte Prozesse des Alterns reagieren?
Stuttgart: Kohlhammer, 2009.

Martina Kumlehn:
Geöffnete Augen - gedeutete Zeichen
Historisch-systematische und erzähltheoretisch-hermeneutische Studien zur Rezeption und Didaktik des Johannesevangeliums in der modernen Religionspädagogik

Martina Kumlehn untersucht erstmals die wechselvolle Aufnahme des Johannesevangeliums in religionspädagogischen Konzeptionen des 20. Jahrhunderts und spannt dabei in fünf Einzelstudien einen Bogen von der liberalen Religionspädagogik bis zur Symboldidaktik. Die sechste Studie entwirft einen eigenen bibeldidaktischen Zugang, der in Auseinandersetzung mit der Erzähltheorie Paul Ricoeurs die besondere Erzählweise des Johannesevangeliums aufnimmt und didaktisch reflektiert. Im Spannungsfeld von Phänomenologie und Semiotik wird das Johannesevangelium als Wahrnehmungsschule und Katalysator pluraler Lesarten vorgestellt.
Berlin/ New York: Walter de Gruyter, 2007.

Martina Kumlehn:
Symbolisierendes Handeln
Schleiermachers Theorie religiöser Kommunikation und ihre Bedeutung für die gegenwärtige Religionspädagogik

Die religiöse Wirklichkeit moderner, westlicher Gesellschaften wird dadurch gekennzeichnet, dass tradierte Glaubensinhalte nicht einfach übernommen, sondern überwiegend selektiv angepasst werden. Dies hat seine Wurzeln bereits im 19. Jahrhundert. Auf diese Zusammenhänge macht Martina Kumlehn - ausgehend von der Religionstheorie Friedrich Schleiermachers - in ihrer Studie aufmerksam und legt dar, wie dieser klassische Entwurf evangelischer Theologie heute im praktisch-theologischen und religionspädagogischen Diskurs Orientierung und Klarheit vermitteln kann.
Gütersloh: Chr. Kaiser/Gütersloher Verlagshaus, 1999.